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Sexy Man
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Killerspiele im Koalitionsvertrag
News vom: 18.11.2005
Anfangs ging ein regelrechter Schock durch die deutsche Gaming-Szene. Denn der Passus 6.3 im neu ausgearbeiteten Koalitionsvertrag sah ein Verbot für dort beschriebene "Killerspiele" vor. Viele deutsche Gamer haben verständlicher Weise ihr Brot in Gefahr gesehen und die wildesten Diskussionen bezüglich dieser Änderung angefangen. Die Jungs von Heise haben nun mit der CSU-Abgeordneten Maria Eichhorn über dieses Thema gesprochen, was es genau mit dem Punkt "Killerspiele" in dem Koalitionsvertrag auf sich hat. Frau Eichhorn sagte, dass Sie unter solchen Begriffen etwa nicht virtuelle Spiele versteht. Gemeint sind hier zumeist die sehr gefragten Gotcha, Paintball oder Laserdrome Spiele, die im Real-Life (echten Leben) stattfinden. Dies sind zumeist alles Spiele die in der Realität stattfinden und den Einsatz von Waffen, die zwar nicht in der Wirkung mit denen einer echten Waffe mithalten können, aber dennoch das Muster solcher Umgänge auf die zumeist hier Jugendliche übertragen wird. Der Vordergrund sein Gegenüber zu verletzen, bzw. bei einigen dieser Spiele eine Tötungsabsicht im vorgespielten Sinne darzustellen. Nach dem tragischen Unglück des Amok-Laufes in einer Erfurter Schule, wollte zum Beispiel Günther Beckstein gleich alles verboten wissen, was eine "Simulation realitätsnaher Tötungshandlungen" beinhalte. Damals gab es langwierige Diskussionen in und um der deutschen Gaming-Szene, die sich durch diese Einzelfälle nicht komplett in ihrer Masse beschneiden lassen wollten. Wie schon oben geschrieben hat HEISE/Telepolis ein Interview mit der CSU-Abgeordneten Maria Eichhorn geführt. Folgende Punkte wurden in dem Gespräch unter anderem behandelt. Erstens soll die Wirksamkeit des Konstrukts für die regulierte Selbstkontrolle eingebunden werden. Zum zweiten sollen die Altersgrenzen für die Freigabe von Filmen und Computer- und anderen Spielen (Konsolen) neu geordnet werden. Der dritte Punkt befasst sich mit der verlässlichen Kontrolle und den Sicherheitsstandards der Videoverleihautomaten. Der letzte und somit vierte Punkt ist sehr kurz gefasst und nennt sich schlicht und einfach Verbot von "Killerspielen". Auf die Frage von TP hin ob unter dem Begriff "Killerspiele" eher Outdoor-Spiele oder auch Computer/Konsolen Spiele zu verstehen sind, sagte Maria Eichhorn dass Gewaltverherrlichung auf jeden Fall unterbunden werden muss. Eine sehr lustige Frage, die wohl auch zugleich etwas anstachelnd wirken sollte, war ob demnächst auch das Kinderbuch "Der Struwwelpeter" unter Jugendgefährdende Inhalte (Gewaltverherrlichende Darstellungen) zu verstehen ist. Hierzu gab Frau Eichborn ein überlegtes "Mit Sicherheit nicht!" ab. Das komplette Interview von Heise-Telepolis und CSU-Abgeordneten Maria Eichhorn gibt es auf der offiziellen Seite zum nachlesen. (Unten ist der Link zu finden) - Alles in allem wohl der Punkt, der schon seit Jahren das Land der Bits und Bytes und der altmodischen Politik trennt, in aufgefrischter Form. In dem Interview kommt außerdem die Aussage dass die gewaltverherrlichenden Spiele immer auf den Einzelumstand, eine Gewalttätigkeit auslösen könnten. Dass das mal wieder eine Schnapsidee sowie es die Politik wohl derzeit in einer Mode zu führen scheint handelt, lässt sich hier an nicht einmal zwei Fingern abzählen. Genauso gut könnte jeder X-beliebig andere Bereich der in eventuellen Gewaltfördernde Methoden abdriftet, davon betroffen sein. Aktuell in den Medien sind ja vermehrt sexual Verbrechen und auch Gewalt-Verbrechen zu sehen, guckt man hier hinter die Kulissen hatte nie einer der Täter auch nur annähernd intensiven Kontakt mit Computerspielen in denen es um taktische Züge geht, etwas zu tun gehabt. Von Bereichen wie der Musik scheint es in dem aktuellen Ausarbeitungen gar nichts zu geben, ich möchte natürlich nicht namentlich irgendwelche Musik-Künstler jetzt herabwerten, aber dennoch gibt es eindeutig hier Strukturen die eher Gewaltfördernd wirken, als jedes X-beliebige Computerspiel (Gangsterrap *deutsch* mit sehr scharfen Verbalwörtern u.s.w.). Im Gegenteil zu dem was derzeit die angeblichen Gründe für die Durchsetzung der besagten Punkte im Koalitionsvertrag sind, gibt es auch objektive und nachweisbare Personen die zum Beispiel bis zum 16-17 Lebensjahr weder Computer oder andere virtuelle Spielmöglichkeiten hatten - aber dennoch eine Vorstrafen-Latte vorweisen können, dass die Bibel noch zu dünn dafür wäre. Diese mir bekannten Personen haben mit dem spielen von derartigen Sachen zum Beispiel Counter-Strike, eine komplett andere Lebenshaltung angenommen. Vorstrafen waren hier wohl einmal und werden in Zukunft auch hoffentlich nicht mehr zu Tage treten. Durch das Verhalten der Politik könnte ich mir aber sicherlich Vorstellen dass dieser Lebenswandel ins schlimm-krasse umschlagen könnte. Ich aus meiner persönlichen Erfahrung kann und muss sagen dass eine Runde Half-Life 2 und/oder Counter-Strike meine Aggressionen mehr entladen lassen, als würde es die Spiele nicht geben. Einzelfälle gibt es meiner Meinung nach nicht nur durch irgendwelche Computerspiele, natürlich vermehren sich die Einzelfälle hierbei, da ja auch die Masse der Leute die Computerspiele in unserer modernen Zeit spielen und nach aktuellen Statistiken sich immer mehr Menschen der Welt der Computerspiele hergeben. Aber sollte man durch solche wirklich tragischen Einzelfälle gar hunderttausende von ehrlichen, sozial eingebundenen und Teamgeist beweisenden Spielern diskriminieren und mit solchen Personen gleich Stellen, ich persönlich finde eindeutig NEIN! Link zum Interview von Heise/Telepolis mit der CSU-Abgeordneten Maria Eichhorn: TP: "Unsere Forderung ist nicht populistisch" |
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