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Alt 28.12.2004, 14:36   #1
Freak
 
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Jahrhundertkatastrophe - Asien

Sollte wohl schon jeder von euch mitbekommen haben ...


Hier die neuste Meldung: [ 28.12.04 / 14:31 Uhr ]


Diese Zahlen nannte die französische Regierung. Die Opferzahl könnte aber auch bereits bei 50.000 liegen, da Sri Lanka und Indien neue, höhere Zahlen nannten.

Nach unbestätigten Berichten sind mindestens 700 Ausländer unter den Toten. Das Auswärtige Amt geht Gerüchten nach, in dem thailändischen Badeort Khao Lak sei eine große Zahl deutscher Touristen ums Leben gekommen. Die TUI berichtete von 80 vermissten Deutschen in Khao Lak.

Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat keinen Kontakt zu etwa 300 Gästen in der Region Phuket. Das überwiegend mit deutschen Touristen belegte Sofitel-Hotel "Magic Lagoon Khao Lak" rund 50 Kilometer nördlich von Phuket ist nach einem französischen Radiobericht durch die Flutwelle "völlig zerstört" worden. In dem 319-Zimmer-Hotel waren zum Zeitpunkt der Katastrophe etwa 350 Gäste sowie 200 bis 250 Mitarbeiter.

Die Mehrheit der Hotelgäste seien "deutscher Herkunft" gewesen, sagte Accor-Chef Jean-Marc Espalioux dem Sender LCI. Bundeskanzler Schröder bricht seinen Weihnachtsurlaub aufgrund der Katastrophe in Süd-Ost-Asien ab.

Nach neuesten Angaben dürfte sich vor allem in Indonesien die Zahl der Opfer weiter drastisch erhöhen. "Wir haben keine bestätigten Daten, aber ich denke zwischen 21 000 und 25 000 Menschen" könnten allein in Indonesien getötet worden sein, sagte der Vizepräsident des Landes, Yusuf Kalla. Bisher war Indonesien von etwa 5000 Toten ausgegangen.

Allein auf den indischen Inseln Andaman und Nicobar in der Bucht von Bengalen wurden 3000 Todesopfer beklagt. Dort werden noch 3000 Menschen vermisst. Insgesamt stieg die Zahl der Toten in Indien nach Angaben des staatlichen Fernsehens auf rund 9500. Mehr als 100 Menschen sind auch im ostafrikanischen Staat Somalia nach Regierungsangaben von der Flutwelle getötet worden.


Die thailändische Regierung rechnet nach der verheerenden Flutwelle nun mit mehr als 2000 Toten. Mehr als 1000 Menschen würden noch vermisst, sagte Premierminister Thaksin Shinawatra nach einem Besuch in der Katastrophenregion. Sri Lanka, wo nach offiziellen Angaben mehr als 18 500 Menschen starben, bereitet sich auf Massenbegräbnisse vor. Die meisten der Leichen seien weiterhin nicht identifiziert, teilten die Behörden mit. Sie lägen in Leichenhallen, auf Krankenhausfluren und unter freiem Himmel und müssten bald beerdigt werden.

Nach UN-Angaben sind Millionen von Menschen von Krankheiten infolge der Schäden und Verwüstungen bedroht. Das Trinkwasser sei für Millionen ungenießbar. Am schlimmsten betroffen sind arme Fischerdörfer an den Küsten Südindiens und Sri Lankas. Mindestens ein Drittel der Toten sind Kinder. Unterdessen lief unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen ein beispielloser multinationaler Hilfseinsatz an, der viele Milliarden Dollar kosten könnte. Die UN forderte alle Staaten, die zur Hilfe in der Lage sind, zu großzügiger Unterstützung auf.

Das Auswärtige Amt in Berlin (Hotline: 030 5000 1000) machte nach wie vor keine Angaben über Tote und Verletzte aus Deutschland. Reiseveranstalter bestätigten bisher vier Tote aus Deutschland. Mindestens 6400 deutsche Urlauber hielten sich in der Region auf. Nach offiziellen Angaben starben bei der Flutkatastrophe auch 22 Franzosen, 16 Briten und 2 Niederländer.

Am Montag kehrten die ersten Überlebenden nach Düsseldorf, München und Frankfurt zurück. Die Passagiere wurden von Sanitätern und Notfallseelsorgern sowie Angehörigen und Freunden in Empfang genommen. Viele Fluggäste wurden mit Decken versorgt, da sie ihr Gepäck verloren hatten. Zum Teil wurden die Fluggäste von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Am Dienstag trafen weitere Überlebende aus der Flutregion zu Hause ein.


Meteorologen warnten unterdessen vor Nachbeben und weiteren Flutwellen. Bis Montagabend hat das indische meteorologische Institut 31 schwerere Nachbeben registriert. Sie haben aber anscheinend keine katastrophalen Tsunami-Wellen ausgelöst. Derweil erreichten die Tsunami vom Sonntag auch das mehr als 8000 Kilometer entfernte Neuseeland. Auch an den Westküsten Australiens registrierten Meteorologen einen erhöhten Wellengang.





Hier die neuste Meldung: [ 28.12.04 / 22:39 Uhr ]



Auch für deutsche Urlauber sind die Folgen dramatischer als zunächst angenommen. Möglicherweise kamen mehr als 100 Touristen ums Leben. Für Helfer aus aller Welt begann ein Wettlauf gegen die Zeit, um Überlebende mit Trinkwasser und Medikamenten zu versorgen.

In einem vorwiegend von Deutschen bewohnten Hotel in Thailand wurden mehr als 200 Tote befürchtet. Das Hotel "Magic Lagoon Khao Lak" rund 50 Kilometer nördlich von Phuket ist nach Radioberichten "völlig zerstört". Laut ZDF wurden aus dem Untergeschoss bereits 50 Leichen geborgen. Nach Angaben der Accor-Hotelkette besteht für gut 200 Gäste "leider sehr wenig Hoffnung".

135 Touristen seien in Sicherheit gebracht worden. Die TUI berichtete von 80 vermissten Deutschen ebenfalls in Khao Lak. Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat keinen Kontakt zu etwa 300 Gästen in der Region Phuket, aber keine Gäste in dem Hotel in Khao Lak untergebracht.

Man gehe von einer "dreistelligen Zahl" von vermissten Deutschen aus, sagte Außenminister Joschka Fischer. Bundeskanzler Gerhard Schröder brach seinen Urlaub ab. Noch am Dienstagabend sollte eine Maschine der Luftwaffe nach Phuket starten, um dort für Verletzte bereit zu stehen.

Weitere Maschinen sollten von Düsseldorf und München ebenfalls nach Phuket eingesetzt werden, um Ärzte, Kriseninterventionsteams und Hilfsgüter mitzunehmen. Das Bundesinnenministerium entsandte Beamte der Bundeskriminalamtes und Gerichtsmediziner nach Thailand, die bei der Identifizierung der Opfer helfen sollen.

Nach offiziellen Angaben vom Dienstag starben allein in Sri Lanka mehr als 18.500 Menschen. Dort war ein Zug mit mehr als 1000 Passagieren entgleist, weil die Schienen weggerissen waren. Die meisten Leichen seien noch nicht identifiziert, teilten die Behörden mit. Sie lägen in Leichenhallen, in Krankenhäusern und im Freien und müssten bald beerdigt werden.

In Indien werden nach Angaben des staatlichen Fernsehens rund 9500 Todesopfer beklagt. Allein auf den Inseln Andaman und Nicobar in der Bucht von Bengalen gab es 3000 Tote. Ebenso viele Menschen werden dort vermisst. Die indonesische Regierung befürchtet bis zu 25.000 Tote. "Genaue Zahlen gibt es noch nicht, aber ich vermute, dass sie zwischen 21.000 und 25.000 liegen", sagte Vizepräsident Jusuf Kalla. Die ufernahen Gegenden um die Provinzhauptstadt Banda Aceh im Norden Sumatras seien völlig verwüstet.

Die thailändische Regierung rechnet nun mit mehr als 2000 Toten. Mehr als 1000 Menschen würden noch vermisst, sagte Premierminister Thaksin Shinawatra nach einem Besuch in der Katastrophenregion. Mindestens 100 Menschen sind auch im ostafrikanischen Staat Somalia nach Regierungsangaben von der Flutwelle getötet worden. 34 Tote wurden aus Birma gemeldet, 65 aus Malaysia.

Nach UN-Angaben sind Millionen von Menschen von Krankheiten bedroht, weil das Trinkwasser ungenießbar ist. Am schlimmsten betroffen sind arme Dörfer an den Küsten Südindiens und Sri Lankas. Mindestens ein Drittel der Toten sind Kinder. Die UN forderte alle Staaten, die zur Hilfe in der Lage sind, zu großzügiger Unterstützung auf.

"Die Situation ist weit dramatischer als bisher angenommen. Es muss schnell gehandelt werden", sagte Martin Baumann von der Deutschen Welthungerhilfe in Sri Lanka. "Für die Kinder sind die nächsten Tage entscheidend", sagte Carol Bellamy, die Direktorin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF.

Unter dem Motto "Reis statt Böller" rief die Deutsche Welthungerhilfe zu Spenden auf. Auch Außenminister Fischer bat die Bürger, statt Feuerwerk für Silvester zu kaufen, das Geld zu spenden.

Reiseveranstalter bestätigten bisher vier Tote aus Deutschland. Mindestens 6400 deutsche Urlauber hielten sich in der Region auf. Nach offiziellen Angaben starben bei der Flutkatastrophe auch 22 Franzosen, 16 Briten, 13 Italiener, 4 Österreicher, 4 Polen und 3 Niederländer. Die ersten Überlebenden sind wieder in Deutschland. Auf den Flughäfen wurden sie von Angehörigen und Sanitätern empfangen. In einer Unfallklinik in Frankfurt/Main, die als Kompetenzzentrum für schwere Unfallverletzungen gilt, wurden erste Verletzte behandelt.

Das Ausmaß der Schäden durch die Naturkatastrophe in den betroffenen neun Ländern ist weiter nicht abzusehen. "Wir haben noch keinerlei wirklich verlässliche Zahlen", sagte Gerhard Berz, der Leiter der Geo-Risiko-Forschung bei der Münchner Rückversicherung. Der wirtschaftliche Schaden dürfte aber "deutlich im zweistelligen Milliardenbereich" liegen, erläuterte er im Deutsche-Welle-TV.

EU-Nothilfekommissar Louis Michel schlug eine internationale Geberkonferenz zum Wiederaufbau in der Region vor. "Das Entscheidende ist, keine Lücke zwischen Nothilfe und Wiederaufbauhilfe entstehen zu lassen." Darum sollten sich die EU-Staaten rasch über ihre Beiträge verständigen. Meteorologen warnten unterdessen vor weiteren Nachbeben und neuen Tsunamis.




REIS statt Böller

Bundesaußenminister Fischer ruft zu Spendenaktionen auf. Er appelliert an die Deutschen, keine Böller für Silvester zu kaufen, sondern das Geld für die Notleidenden in der Krisenregion zu spenden.

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Föderation (IFRC) bat um Spenden zunächst in Höhe von umgerechnet fast fünf Millionen Euro. Die Bundesregierung sagte eine Million Euro und die Europäische Union drei Millionen Euro Soforthilfe zu.

Die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen (UN) sehen sich nach eigenen Angaben einer "Katastrophe ohne Beispiel" gegenüber, da von den Flutwellen gleichzeitig mindestens sechs Länder schwer getroffen wurden. Dringend benötigt werden vor allem Wasseraufbereitungsanlagen und frisches Trinkwasser, um Seuchen zu verhindern. "Eine solches Ausmaß hat es zuvor noch nie gegeben", sagte die zuständige Leiterin, Yvette Stevens, am Montag in Genf.

Von der "schlimmsten Naturkatastrophe in der jüngsten Geschichte" sprach auch der für die UN-Hilfseinsätze zuständige Koordinator Jan Egeland. Wieder seien besonders die Ärmsten und vor allem Frauen und Kinder betroffen. Zugleich zeigten sich Experten aber auch überzeugt, dass die Katastrophe kaum hätte vorhergesagt werden können. Wichtig sei nun, den Menschen vor Ort wieder Selbstvertrauen zu geben und Panik zu vermeiden, sagte Stevens.

Das von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) entsandte Team des Technischen Hilfswerks (THW) war am Montag in Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, eingetroffen. Experten für Trinkwasser und Infrastruktur prüfen, wo Hilfe gebraucht wird. Mit mobilen Labors wird die Wasserqualität der Brunnen untersucht. Aufbereitungsanlagen sollen die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser versorgen. Auch aus Frankreich und Italien starteten am Montag Transportmaschinen mit Helfern verschiedener Zivilschutzorganisationen und mit Material wie Zelte und Planen. Auf dem Rückweg sollen viele Hilfsflugzeuge wieder Touristen mit nach Hause bringen. Tausende Europäer warten darauf, ausgeflogen zu werden.


Am schwersten betroffen von der Naturkatastrophe sind Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand. Schwere Schäden wurden auch aus Malaysia, Bangladesch, Myanmar und von den Malediven gemeldet. Da die Kommunikationswege wie Telefon oder Internet weitgehend zusammengebrochen sind, können die Hilfsorganisation nach eigenen Angaben das Ausmaß der Schäden noch nicht einschätzen. So würden etwa dringend Hubschrauber benötigt, am Gestrandete in entlegenen Regionen oder von Inseln zu retten. In der indonesischen Provinz Aceh, in der das Kriegsrecht herrscht, sei die Hilfe schwierig. Die Kinderhilfsorganisation terre des hommes forderte die indonesische Regierung auf, die Kriegshandlungen zu beenden und den Zugang für Hilfsorganisationen zu erlauben.

Das Internationale Rote Kreuz hat in Südasien rund 10 000 freiwillige einheimische Helfer in den Katastrophengebieten mobilisiert. Zusätzlich werden unter anderem aus Deutschland Experten für die medizinische Versorgung, darunter Notärzte, eingeflogen, sagte der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Lübbo Roewer, am Montag in einem dpa-Gespräch. "Helfende Hände vor Ort gibt es zum Glück genug, weil die Organisationen dort gut aufgestellt sind." Für die erste Notfallversorgung könnten die Helfer jetzt auf die Lager zurückgreifen, die normalerweise zur Monsun-Vorsorge eingerichtet seien, erklärte Roewer.

Die USA und die Weltbank bereiten sich nach Medienberichten vom Montag auf ein Hilfspaket in Höhe von "Milliarden Dollar" vor. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat jedwede Unterstützung für die Katastrophenopfer und die betroffenen Länder zugesagt.

Zahlreiche Hilfsorganisationen haben zu Spenden für die Opfer aufgerufen. In dem südasiatischen Katastrophengebiet sind mehrere tausend Menschen ums Leben gekommen, tausende werden vermisst. Die Schäden waren zunächst nicht abzuschätzen.




Hier die neuste Meldung: [ 29.12.04 / 13:06 Uhr ]



Immer mehr Fluttote [80.000 Menschen]

In Indien begannen Impfungen, um Epidemien zu vermeiden. Möglicherweise wurden durch die Flutwellen auch mehr als 100 deutsche Touristen getötet. In Berlin kam am Mittwoch der Krisenstab der Bundesregierung zusammen. An der Sitzung nahm auch Bundeskanzler Gerhard Schröder teil.

In Indonesien rechnete die Regierung am Mittwoch mit bis zu 40 000 Toten. Die Zahl der Flutopfer auf Sri Lanka stieg nach offiziellen Angaben auf knapp 22 000, die Regierung in Colombo erwartete einen weiteren Anstieg.

Auf den indischen Nikobaren-Inseln rechnete die Polizei mit bis zu 10 000 Toten, jeder fünfte Inselbewohner gilt als tot oder vermisst. Damit würde die Opferzahl in Indien auf rund 17 000 steigen. Befürchtet wird, das ganze Eingeborenenstämme auf den Andamanen und Nikobaren ausgelöscht worden sein könnten.

Die Zahl der Opfer in Thailand liegt nach offiziellen Angaben inzwischen bei mehr als 1500, davon sind fast drei Viertel Ausländer. Das Schicksal von mindestens 600 Deutschen war zunächst unklar, wie die deutsche Botschaft in Bangkok mitteilte. Die diplomatische Vertretung Schwedens berichtete von mehr als 1500 vermissten Landsleuten.

Die "fliegende Intensivstation" der Bundeswehr traf am Mittwoch in Phuket in Thailand ein. Die Besatzung des MedEvac-Airbus werde so schnell wie möglich verletzte Touristen betreuen und nach Deutschland zurückfliegen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe in Köln.

In Indonesien stammt fast die Hälfte der Opfer aus dem Westen der Provinz Aceh im Norden der Insel Sumatra, teilte das Sozialministerium in der Hauptstadt Jakarta mit. Mehr als 80 000 Menschen seien obdachlos geworden. In Sri Lanka mussten rund zwei Millionen Menschen aus ihren Häusern fliehen.

Ein Ausmaß der Schäden in den betroffenen Ländern ist immer noch nicht absehbar. Rettungskräfte bergen zahllose Leichen, die unter Trümmern oder Massen von Schlamm und Geröll verschüttet waren.

"Es besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass genau so viele durch übertragbare Krankheiten sterben wie durch die Flutwelle", sagte der für Notsituationen zuständige WHO-Experte David Nabarro am Dienstag in Genf. Das größte Problem sei nun die Versorgung der Überlebenden mit sauberem Trinkwasser. Zudem könnten sich Krankheiten wie Malaria oder Denguefieber ausbreiten.


Nach wie vor ist das Schicksal zahlreicher vermisster deutscher Urlauber unklar. Bundesaußenminister Joschka Fischer hatte am Dienstag von einer "dreistelligen Zahl" Vermisster gesprochen. Allein in der vorwiegend von Deutschen bewohnten Hotelanlage "Magic Lagoon Khao Lak" rund 50 Kilometer nördlich von Phuket in Thailand werden mehr als 200 Tote befürchtet.

Von den über 400 Gästen seien bis Dienstagabend nur 151 lebend gefunden worden, teilte der Betreiber des Hotels mit. Die thailändische Regierung richtete mehrere Hotlines für die von der Flutkatastrophe betroffenen Ferienorte ein.

Die Fluggesellschaft Condor brachte bis Dienstagabend rund 1000 Urlauber aus dem Katastrophengebiet nach Deutschland. Wie der Tourismuskonzern Thomas Cook mitteilte, werden für Mittwoch weitere rund 1100 Rückkehrer erwartet. Aus Phuket in Thailand sollten bis zu 900 Urlauber kommen. Aus Sri Lanka würden 260 Touristen auf dem Frankfurter Flughafen erwartet.

Die Vereinten Nationen in New York berichteten am Dienstagabend von einer "überwältigend positiven" Hilfsbereitschaft. Die Organisation des Internationalen Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds bat um Spenden in Höhe von 32 Millionen Euro.

Die USA erhöhten ihren Beitrag zur Soforthilfe auf 35 Millionen Dollar (25 Millionen Euro). Bei der europäischen Nothilfeorganisation ECHO seien 30 Millionen Euro abrufbar, sagte EU-Nothilfekommissar Louis Michel. Die deutsche Soforthilfe beträgt laut Fischer nun 2 Millionen Euro.






Hier die neuste Meldung: [ 29.12.04 / 20:26 Uhr ]


100.000 TOTE ....

Auch mehrere tausend Touristen wurden am Mittwoch noch vermisst. Nach Angaben von Bundeskanzler Gerhard Schröder sind darunter allein 1000 Deutsche. Es sei von einer "deutlich dreistelligen Zahl" deutscher Opfer auszugehen.

Die Bundesregierung ordnete Trauerbeflaggung an. Die deutsche Hilfe für die Katastrophenländer wurde auf 20 Millionen Euro erhöht. Nach offiziellen Schätzungen sind bislang 69 000 Tote zu beklagen, sagte eine Sprecherin der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Föderation (IFRC) in Genf. Wegen der hohen Zahl der Vermissten sei jedoch noch ein deutlicher Anstieg bis auf 100 000 Tote zu befürchten.


Der Bundesregierung zufolge wurden bislang 26 deutsche Opfer identifiziert. Allein in Thailand war jedoch das Schicksal von mindestens 600 Deutschen unklar, wie die deutsche Botschaft in Bangkok berichtete. Für die meisten Gäste und Beschäftigten des vor allem von Deutschen besuchten Luxushotels "Magic Lagoon" bei Khao Lak in Thailand gibt es unterdessen kaum noch Hoffnung. Bis Mittwoch wurden nur 185 der 415 zumeist aus Deutschland stammenden Gäste lebend gefunden. Das teilte der Hotelkonzern Accor in Paris mit. 230 Urlauber sind damit tot oder werden vermisst. 70 Prozent der Hotelgäste waren Deutsche.

Naturkatastrophen
Schreckensurlaub geht zu Ende
Glück und Tränen liegen nach der Flutkatastrophe nah beisammen. mehr
In Thailand sind fast drei Viertel der bislang mehr als 1500 Fluttoten nach offiziellen Angaben Ausländer. Nach Befürchtungen der skandinavischen Regierungen hat das Seebeben auch hunderte Menschen aus diesen Ländern das Leben gekostet. Mehr als 2000 Urlauber aus Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark werden vermisst.

In Indonesien rechnete die Regierung mit bis zu 40 000 Toten. Die Zahl der Opfer auf Sri Lanka stieg nach offiziellen Angaben auf knapp 22 000. Der Vize-Polizeichef der indischen Inselgruppe Andamanen und Nikobaren, S. Vasudev Rao, sagte der dpa per Telefon aus der Hauptstadt Port Blair: "Es sieht nicht gut aus. Die Zahl der Toten steigt jeden Tag." Es könnten zwischen 6000 und 10 000 Tote sein. Die offizielle Opferzahl auf den Nikobaren liegt bislang bei 3000. Viele Inseln seien weiterhin überflutet. In Indien begannen Impfungen, um Epidemien zu vermeiden.

Mehr als 100 Menschen sind auch im ostafrikanischen Staat Somalia nach Regierungsangaben von der Flutwelle getötet worden, die rund 6000 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernte Küstenstadt Hafun wurde weitgehend zerstört. 34 Tote wurden aus Birma gemeldet, 65 aus Malaysia.

Alle internationalen Hilfsorganisationen arbeiten unter Hochdruck daran, die Menschen vor allem mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Zwei Teams des Technischen Hilfswerks THW mit Wasser- und Bergungsexperten trafen in Thailand und Sri Lanka ein. Eine dritte Gruppe reiste am Mittwoch nach Indonesien ab. Die "fliegende Intensivstation" der Bundeswehr, ein mit medizinischer Technik ausgerüsteter Airbus, sollte in der Nacht zum Donnerstag in Phuket in Thailand landen. Ein zweiter Airbus wird ebenfalls zum "MedEvac" umgerüstet.

Hunderttausende Kinder sind dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zufolge obdachlos und von Krankheiten bedroht. Zahllose Menschen suchten zwischen Trümmern, in überfüllten Krankenhäusern und Leichenhallen verzweifelt nach ihren Angehörigen. In den Katastrophengebieten Sri Lankas werden nach Angaben der Hilfsorganisation World Vision Wasser und Nahrungsmittel knapp.

In all dem Grauen erlebten die Retter aber auch kleine Wunder: Ein 13-jähriges indisches Mädchen hat nach der Flutwelle zwei Tage lang auf einer schwimmenden Tür überlebt, bevor das Meer es an seiner ihrer Heimatinsel wieder an Land spülte.


Der Münchner Tropenmediziner Professor Thomas Löscher warnte vor "Horrorszenarien". "Von einer Verdopplung der gegenwärtigen Todeszahl durch Seuchenausbruch zu sprechen ist übertrieben und nicht adäquat", sagte Löscher in einem dpa-Gespräch. Die Seuchengefahr gehe von den Toten aus, die möglichst rasch beerdigt werden müssten. Dies sei den Hilfskräften vor Ort sehr bewusst und werde entsprechend umgesetzt.

Die Fluggesellschaft Condor hatte bis Mittwoch mehr als 1000 Urlauber aus dem Katastrophengebiet nach Deutschland gebracht. Wie der Tourismuskonzern Thomas Cook mitteilte, würden bis Donnerstagabend alle Urlauber aus Sri Lanka und Phuket ausgeflogen. Der Ferienflieger LTU hat bislang rund 2000 Urlauber zurückgebracht.


Bundeskanzler Schröder und andere Spitzenpolitiker riefen die Deutschen ebenso zu Spenden auf wie die katholische und die evangelische Kirche, die am Neujahrswochenende in Sonderkollekten für die Opfer des verheerenden Seebebens sammeln. Papst Johannes Paul II. appellierte an die internationale Gemeinschaft erneut, den Opfern zu helfen. Die Organisation des Internationalen Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds bat um Spenden.

Die Vereinten Nationen hatten zuvor von einer "überwältigend positiven" Hilfsbereitschaft berichtet. Bei der europäischen Nothilfeorganisation ECHO seien 30 Millionen Euro abrufbar, sagte EU- Nothilfekommissar Louis Michel. US-Präsident George W. Bush kündigte weitere Hilfen über die bereits zugesagten 35 Millionen US-Dollar (25,7 Millionen Euro) an. Der Vorsitzende des Asien-Pazifik- Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Siemens-Chef Heinrich von Pierer, sagte Unterstützung durch die deutsche Wirtschaft zu.













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jahrhundertkatastrophe-asien-boot_ll45v.jpg  
schlex ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 28.12.2004, 14:56   #2
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schon scheiße sowas

was soll man da scho groß sagen
Yossarian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 15:05   #3
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Rul0r
 
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ganz einfach

das resultat von industrie und deren abgasen und wirkung auf unsere umwelt
ma schaun was noch kommt....war bestimmt net das härteste
Gh0stw0lf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 15:15   #4
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habe im emule da ein privat video von jemanden gefunden .... wo die welle kommt

ed2k://|file|Tsunami.Suedasien.2004-...6A8FDA976D63|/
schlex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 15:27   #5
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Also mir ist das scheiß egal! Ne nicht ganz, mich regt auf das man kein TV mehr guckn kann ohne das ma irgndwas über den scheiß sieht!
ca-]ZZ[-per ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 16:27   #6
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Zitat:
Original von Gh0stw0lf
ganz einfach

das resultat von industrie und deren abgasen und wirkung auf unsere umwelt
ma schaun was noch kommt....war bestimmt net das härteste
Totaler Schwachsinn! Da hat der Mensch nicht den geringsten Einfluss drauf (gehabt).

Meine Spende ist heute per Überweisung ans DRK raus.
lexabot ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 16:33   #7
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@ cazzper: *kopfschüttelübersovielgleichgültigkeit*
@ ghostwolf: so wie ich das sehe ist das ein Seebeben gewesen, und das hat rein gar nichts mit Umweltverschmutzung der Menschen zu tun. Das resultiert aus der Plattenverschiebung der Erdteile und passiert so in der Form überall auf der Welt (nur mit weitaus geringeren Folgen) (Korrigier mich wenn ich falsch liege)

edit: entstand vor lexabots post
fünf_groschen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 16:35   #8
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jop, will ich auch mal arg bezweifeln dass es durch die menschen hervorgerufen wurde - voraus gingen ja eindeutig diverse erdbeben / seebeben ... diese haben auch die todeswelle erzeugt.
schlex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 17:38   #9
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Mir ist das egal, weil wenn ich mich mit all dem leid auf der welt beschäftigen würde, dann könnte ich mein privatlebn direkt vergessen!

-@ Lexabot! Is jah echt super das du dennen was spendest, aber hatse auch schon all den anderen organisationen die es gibt was gespenndet?
Wohl nicht, ist auch unnmöglich! Aber warum spendest du dann für die und nicht für kinder die vergewaltigt oder missbraucht wurden? Ich kann dir sagen wieso, nr weil es in der gott verdammten scheiß glotze läuft!!!!

Ihr regt mich auf!
ca-]ZZ[-per ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 17:48   #10
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lol
sorry musste sein
Yossarian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 17:58   #11
Super-Moderator
Schlexianer
 
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es ist schon traurig wie viele menschen ihr leben lassen mussten durch die naturgewalt und wenn man helfen kann sollte man doch auch etw. spenden um den leuten zu helfen ihre existenz wieder aufzubauen! Doch die Medien machen das alles nur schlimmer die mit ihren bild artigen schlagzeilen wie "Die Killerwelle"! Die medien erkennen das wirkliche leid nicht sondern denken nur an ihre quote... ( damit meine ich die Privaten sender! ) Genauso das es ja so wichtig ist das von 50 000 toten 3 deutsche sind das wird hervorgehoben aber das wir alle menschen sind vergessen sie... Es regt mich einfach auf wie die scheiss privat sender mit diesen nachrichten umgehen!
M0rpHu$ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 18:42   #12
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Beiträge: 1.025
Ich frage mich bei solchen Katastrophen nur, ob es je möglich sein wird, dass weltweit alle Nationen ihre Möglichkeiten ausschöpfen um dann schnell helfen zu können.
Gut, das geht wieder in Richtung "Wann ist Weltfrieden" und finanziell wäre es ein Chaos, aber besser wär es doch allemal.
EmuL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 18:53   #13
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Beiträge: 1.080
Zitat:
Original von ca-]ZZ[-per
Mir ist das egal, weil wenn ich mich mit all dem leid auf der welt beschäftigen würde, dann könnte ich mein privatlebn direkt vergessen!

-@ Lexabot! Is jah echt super das du dennen was spendest, aber hatse auch schon all den anderen organisationen die es gibt was gespenndet?
Wohl nicht, ist auch unnmöglich! Aber warum spendest du dann für die und nicht für kinder die vergewaltigt oder missbraucht wurden? Ich kann dir sagen wieso, nr weil es in der gott verdammten scheiß glotze läuft!!!!

Ihr regt mich auf!

danke, drückt voll und ganz meine meinung aus..

jetzt kommts im tv, jeder siehts.. wird halt mal das leid von bestimmten menschen in mittelpunkt gestellt.. was glaubt ihr wieviele menschen in afrika hungern oder sonstwas is, da berichtet kein schwein drüber.. aber jetz hier, auf einma kommt von juli - die perfekte welle un alle sender haun sich dat programm voll


bei so nem thema sieht man wie unterschiedlich die meinungen doch sind, daher hoff ich auf bisschen toleranz denen gegenüber die net die gleiche meinung vertreten wie man selbst
ForGoTTeN ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 19:06   #14
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Schlexianer
 
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Beiträge: 3.439
falls das auf mich bezogen war, mich stört nicht cazzpers einstellung im zweiten post, aber de satz "Also mir ist das scheiß egal!" im bezug auf 50.000 Tote fand ich arg daneben.

Nur weil man bestürzt über diese Katastrophe ist, muss man nicht weniger bestürzt auf die Schicksale anderer Menschen in der Welt reagieren.
fünf_groschen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 19:09   #15
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Beiträge: 5.098
Mich interesieren andere menschen einfach nicht. Wenn ich jedesmal mies drauf wäre, wenn jemand sterben würde, dürfte ich (im schnitt) alle 6 sekunden mies drauf sein.
ca-]ZZ[-per ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 19:15   #16
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is deine sicht der dinge, wie gesagt ich sehe es anders. ;)
fünf_groschen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 22:16   #17
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Mama strikes back!

Naturkatastrophe... ich glaube, mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Alle sind schockiert über das verherrende Ausmaß und Mutter Natur wundert sich immer noch, warum sich kein Schwein dafür interessiert, dass uns die Eiskappen anne Pole wegschmelzen. Die Region da unten ist bekannt für Erdbeben und besonders für Seebeben. Die katastrophe tritt ja so alle 700 Jahre mal ein, was durchaus bekannt ist. Es gibt ein funktionstüchtiges Frühwarnsystem. Dafür hatte keiner da unten Kohlen. Und in 2 Wochen platzt dem Ättna vielleicht mal der Arsch und keiner interessiert sich mehr für die kleine Welle da unten. Is ja auch schön weit weg gewesen.
Nachrichten brauchte man wirklich weder lesen noch schauen, weil es gab eh wenig Informatives ausser eine konstant steigende Todeszahl im Indik und das tausendste Amateurvideo, dass eine Welle zeigt und kreischende Leute, die soviel Wasser auf einmal noch nicht in ihrem 4-Sterne-Hotel-Pool gesehen haben.
Die paar Ausländer, die unten ihr Leben ließen, gehen meiner Meinung nach in der Gesamtmenge der Toten unter.

EmuL hat schon recht, mal die Frage aufzuwerfen, warum eigentlich immernoch nichts passiert ist. Damit mein ich nicht Hilfe für Sri Lanka, sonder warum sich allgemein niemand für seine Nachbarn interessiert oder sich ein wenig für sie verantwortlich fühlt. Die US-Regierung mit ihrem astronomischen Rüstungsetat für den langen erbitterten Kampf gegen Kommunismus und Terrorismus hätte denen durchaus mal so ein Frühwarnsystem schenken können. Damit wären sie an diesem Tag mal echte Helden gewesen. Schlagzeile: "TSUNAMI IM INDISCHEN OZEAN -AMERIKANISCHES FRÜHWARNSYSTEM RETTET TAUSENDE VON MENSCHENLEBEN"
(Ich nehme jetzt die USA als Beispiel, weil die nunmal so ein System bereits entwickelt und installiert haben!!!!!!)

Spenden ist gut gemeint. Jemanden etwas von sich zu schenken, weil er nichts hat, ist ein guter Zug, aber leider nur einen Tropfen auf dem heissen Stein und ein großer Teil landet eh in einem schwarzen Loch und erreicht niemals die, die es erreichen soll. (Leider sind viele dieser Humanitären Organisationen in ihrer Spendenverwertung nicht unbedingt das, was man effektiv nennt.) Die andere Möglichkeit, es kommt an und ein Sack Reis wird für eine Familie gekauft und ernährt sie dann für einen Monat... und danach? Warten auf die nächste Spende? Da kannst besser einen Agraringenieur runterschicken, der für 500 Piepen im Monat dem ganzen Dorf erklärt, wie man inne Trockenzeit den Acker flauschig macht. Macht man aber nicht besonders häufig. Da müsste sich dann ja jemand aussem schönen 'Schland inne Wüste schicken lassen.
Und anstatt jetzt für Decken zu sammeln um einem Haufen Thailändern nach einer Katastrophe zu helfen, hätte man vielleicht sammeln sollen für ein Frühwarnsystem, damit so eine Scheisse nicht noch mal passiert...
bis die Decke aus 'Schland da ankommt, haben die sich selbst geholfen oder jemand war schneller. (Ich gebe zu, dass mein Wissen diesbezüglich auch von den Medien beeinflusst ist, weil die leider nciht mehr über die Decken berichten, wenn die da ankommen, weil dann andere Dinge wichtiger sind, als ein paar Thailänder mit deutschen Decken.)

Und damit wären wir wieder bei dem üblichen Problem des Zeitgeistes:
Make a buck und nach mir die Sinnflut - ein mal im Jahr spenden für irgendeine Scheisse um das Gewissen zu beruhigen.
(Das sollte jetzt kein Angriff auf Lexabot sein, sondern lediglich allgemein die Problematik darlegen.)

Ich glaube, von CaZZper stammen 2 Kommentare, die ich gerne nochmal aufgreifen würd (ohne jemanden hier jetzt damit ansprechen zu wollen, aber mal ganz generell):
1. "ES KOTZT MICH AN!"
2. "IHR REGT MICH AUF!"

und ich füge noch mal hinzu:
3. "DIE WUT WIRD IMMER GRÖSSER!"
Lt.RockStar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 22:55   #18
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Camper
 
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Beiträge: 206
Zitat:
Original von ca-]ZZ[-per
Mich interesieren andere menschen einfach nicht. Wenn ich jedesmal mies drauf wäre, wenn jemand sterben würde, dürfte ich (im schnitt) alle 6 sekunden mies drauf sein.
Hm okay, eine schöne egoistische Einstellung. Naja, ich sag dazu mal nichts. Achja, du sollst nicht um jeden Menschen trauern.
ralexand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 23:02   #19
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Benutzerbild von Windowsman
 
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Beiträge: 1.379
Also ich kann mich sehr gut in die Lage der Menschen versetzen und wie schlimm es sein muss seine Angehörigen und Freunde bei solch einer Katastrophe zu verlieren. Allerdings kann mich sich nicht hinstellen und um jeden Menschen jedes mal trauern. Seine Anteilnahme sollte man jedoch schon zum Ausdruck bringen und ein wenig darüber nachdenken wie es den Leuten dort jetzt geht. Man sollte es eben nur nicht übertreiben, denn das eigene Leben geht ja schließlich auch noch weiter. ;-)
Windowsman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2004, 23:06   #20
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Registriert seit: 22.09.2003
Beiträge: 5.098
Zitat:
Original von ralexand
Zitat:
Original von ca-]ZZ[-per
Mich interesieren andere menschen einfach nicht. Wenn ich jedesmal mies drauf wäre, wenn jemand sterben würde, dürfte ich (im schnitt) alle 6 sekunden mies drauf sein.
Hm okay, eine schöne egoistische Einstellung. Naja, ich sag dazu mal nichts. Achja, du sollst nicht um jeden Menschen trauern.

Und um wenn soll ich trauern und um wenn nicht? Ist ein menshc mehr wert als der andere? Nein!
ca-]ZZ[-per ist offline   Mit Zitat antworten
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