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Alt 16.01.2008, 16:51   #1
Sexy Man
 
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HOT FUZZ - Interview mit: Simon Pegg (Deutsch)

HOT FUZZ - Simon Pegg - Q&A




Simone Pegg wurde in Gloucester geboren und studierte Schauspiel an der University of Bristol bevor er nach London zog und seine ersten Auftritte als Stand-up Comedian hatte. Pegg fasste im TV-Bereich Fuß und erschuf 1999 für den englischen TV-Sender Channel 4 mit Jessica Stevenson die Sitcom Spaced , für die er auch als Co-Autor tätig war. Für dieses Projekt engagierten Pegg und Regisseur Edgar Wright Pegg\'s besten Freund Nick Frost. Das Trio arbeitete auch in der romantischen Zombie-Komödie Shaun of the Dead , die 2004 erschien. Nun kehren die drei mit der actionreichen Komödie HOT FUZZ – Zwei Abgewichste Profis auf die Leinwand zurück.



Q. Jeder kleine Junge will einmal ein Action-Held werden. Bei Ihnen war das sicher auch so?

Simon Pegg: Ganz klar. Es ist super, diesen Beruf auszuüben, und die Chance zu erhalten, dies für drei Monate zu tun, war spitze. Aber es war nicht die eigentliche Motivation für den Film; der Grund war eher, dass wir dieses Genre kennen und es verstehen. Es war einfach ein zusätzliches Plus, dass wir dann auch die Action-Helden spielen konnten. Als Autor denke ich nicht wirklich an mich als Schauspieler. Als ich das Drehbuch erhielt, dachte ich manchmal an diese Zeit zurück und dann ging mir durch den Kopf: „Ich muss den ganzen Tag rennen. Für wen verdammt noch mal habe ich denn das geschrieben?“ Als Autor denkt man tatsächlich ganz anders. Aber es ist schön, die Rollen dann auch zu spielen.


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Q. Kann man sagen, dass von Ihren Rollen in Spaced , Shaun of the Dead und HOT FUZZ – Zwei Abgewichste Profis Tim der Charakter ist, der Ihnen am meisten entspricht?

Simon Pegg: Tim war eine Art Selbstdarstellung. Shaun war eine Version von mir, die es durchaus geben könnte. Aber wie Angel werde ich oder könnte ich nie sein. Nick Angel zu spielen war das Schwierigste, was ich je gemacht habe. Es war echt hart. Ich konnte nicht herumalbern, ich konnte nicht herumgammeln oder mich auf die üblichen kleinen Tricks oder Komödien-Techniken verlassen, die ich sonst benutze. Angel ist wie ein Vulkan.


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Q. War es merkwürdig, eine solche Rolle zu schreiben und sich selbst beim Spielen vorzustellen, oder stellen Sie sich eine andere Person vor, die die Rolle spielt?

Simon Pegg: Es ist komisch: Beim Schreiben hat man eine Vorstellung von der Person die jede Rolle spielt, von ganz bestimmten Schauspielern. Bei sich selbst hat man eine leicht distanzierte Version von sich selbst. Man denkt: „Ich könnte dies tun, oder ich könnte niemals diese Art von Komödie spielen.“ Das nächste Mal muss ich beim Schreiben versuchen, nachzudenken und mich daran erinnern, genau zu protokollieren, an was ich denke im Bezug auf das, was ich schlussendlich im Film tue. Denn als Autor und als Schauspieler nimmt man zwei getrennte Lager ein. Manchmal denkt man schon: „Wenn ich das schreibe, kann ich dies auch tun.“ Oder man schreibt etwas und beginnt sich zu freuen, dies dann auch aufzuführen. Es ist ziemlich schizophren.


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Q. Haben Sie jemals die Möglichkeit in Betracht gezogen, Angel nicht selbst zu spielen?

Simon Pegg: Nein. Es war immer geplant, dass Edgar Regie führt, ich die Hauptrolle und Nick die Nebenrolle übernimmt. In diesem Film war es eher eine gemeinsame Hauptrolle, genau wie bei Shaun of the Dead . So arbeiten wir, und wir wissen, dass es funktioniert. Edgar wird weiterhin Projekte ohne mich machen, wie ich gleichzeitig auch. Aber wir kommen immer wieder zu dieser Aufteilung zurück, weil ich mich in dieser Form am wohlsten fühle.


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Q. Fühlst du dich unter Erwartungsdruck, dass man sich fragt, wem die Shaun of the Dead Jungs als nächstes eine Hommage liefern werden? Vielleicht ein historisches Drama? Oder Science Fiktion?

Simon Pegg: Die Leute fragen: “Was gibt es als nächstes?” Shaun of the Dead war ein sehr spezifischer Film; obwohl Shaun of the Dead lustig ist, gibt es viel weniger Anspielungen, als man meint. Es gibt eine große Anspielung und zwar die Sache mit George Romero, aber ansonsten ist es eine eigene Geschichte. Manchmal schießen wir uns selbst ins Knie, denn selbst wenn die Geschichte von uns stammt, wird einfach angenommen, dass wir auf irgendjemanden anspielen. Ich denke, wenn man sich einen Namen macht, indem man die Dinge erneut erfindet, dann denken die Leute, dass man dies auch als nächstes tun wird. Vielleicht schreiben wir beim nächsten Projekt, dass wir das überhaupt nicht tun.


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Q. Ziehen Sie das wirklich in Betracht, vielleicht etwas zu tun, mit dem man Sie nicht in eine Schublade stecken kann?

Simon Pegg: Es ist normal, sich mit dem zu beschäftigen, das man kennt. Edgar und ich sind beide große Filmfans und haben eine umfassende Kenntnis des Kinos in einer etwas nerdigen Art und Weise. Wir glauben, dass wie wir unsere Sichtweise auf Action/Horror-Filme auch für uns nutzen können. Es ist uns immer wichtig, dass wir nicht als diejenigen gesehen werden, die einfach nur verarschen. Die Komödien, die wir machen wollen, sind keine echten Verulkungen, sie sind keine Scary Movies oder Parodien. Es geht viel mehr darum, das Genre als Ganzes ohne Ironie zu übernehmen und irgendwie den Humor zu zeigen, der sowieso bereits in ihnen steckt. Die Filme, die wir zur Vorbereitung sehen, sind ernsthafte Filme, ohne Ironie und wunderbar lustig, weil sie so überladen sind. Filme wie Lethal Weapon , Die Hard oder Point Break weisen Humor auf und sie wissen, dass sie lustig sind. Das wird nicht groß kommuniziert und ist nicht die Hauptrichtung des Films, aber sie sind lustig. Es gibt auch Dinge in den Filmen, die lustig sind, auch wenn sie es nicht sein sollten. Dann gibt es auch Filme mit Chuck Norris oder Steve Segal, die einfach nur lustig sind durch die total überladene Gewalt oder durch Sätze wie: „Hey, Ihr Saftsäcke!“


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Q. Sie waren sehr vorsichtig, nicht zu viele Referenzen einzubauen. Point Break spielt eine Rolle, dazu haben Sie einen klaren Bezug gemacht...

Simon Pegg: Nicks Charakter Danny ist ein Fan von Actionfilmen und die Pointe des Films ist, dass Nicholas Angel darauf besteht, dass das wirkliche Leben nicht wie ein Action-Film ist und schließlich wird sein Leben doch so. Der Film wird so unaufhaltsam zu etwas, was er eigentlich nicht sein wollte. Es gibt lustige Bezüge im Film, für Leute, die die Relevanz von Callaghan Park wissen wollen, es ist Dirty Harry. Jede Farm und jeder Hügel ist nach etwas oder jemandem benannt. Das spielt keine Rolle. Wenn man dies nicht versteht, ist es egal, alles was man zu wissen braucht, ist er Straßenname. Der verworrenste ist Brian Levy, das ist der kleine Junge, der eine der Leichen entdeckt haben soll. Er war der Schauspieler, der eine Rolle in einem Film von Chuck Norris gespielt hat, namens Silent Rage . Er spielt eine Art frühen Terminator, eine nicht aufzuhaltende Killer-Maschine, und wir haben diesen Film als Teil unserer Recherche angeschaut. Es ist merkwürdig, es ist eigentlich ein wirklich guter Film, der versucht, das Beste aus einem wirklich schlechten Film zu machen, und Brian Levy ist wirklich großartig darin. Jeder Name eines Ortes hat Bedeutung.


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Q. Können Sie sich erinnern, welcher Film aus Ihrer Jugend Sie dazu brachte, Actionfilme zu mögen?

Simon Pegg: Als ich jünger war, waren dies vermutlich Filme wie Die Hard . Als Teenager sieht man weniger hyper-dynamische Dinge, die 80er Jahre brachten diesen verstärkt lächerlichen Aspekt zurück.


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Q. Stimmt. Der Ausdruck “Actionfilm” hätte 1972 vermutlich nicht so viel Bedeutung gehabt?

Simon Pegg: Wenn man sich Filme wie Dirty Harry oder diese 70er Filme anschaut, dann sind das nicht wirkliche Actionfilme. Ich erinnere mich, dass die Autoverfolgung in The French Connection eine große Wirkung auf mich hatte. Es war die Zeit, als das Kino von den Produzenten übernommen wurde, die die Formel für Actionfilme entdeckt hatten. Filme nach diesem Schema kamen in die Kinos. Filme wie Die Hard waren fast wie eine Antwort auf einige dieser Filme; es war eine Antwort auf einige der Filme wie die Schwarzenegger Filme, bei denen es sich um Rache-Filme handelte. Plötzlich gab es einen Helden, der nicht unfehlbar ist, sondern ein bisschen ängstlich und lustig. Das war ein großer Wendepunkt bei den Actionfilmen. Auf eine Art hat Die Hard den Tod eingeläutet für den geradlinigen, klugen Actionhelden. Er vermenschlichte die Actionhelden ein wenig. Ich erinnere mich an Polizei-Filme wie Brannigan , der kein ungewöhnlicher Einfluss war, aber es kam kürzlich heraus, dass es ein komischer John Wayne Film in England war. Er ist 60 Jahre alt und überhaupt nicht überzeugend. Er brennt mit einer 30 Jahre jüngeren Schauspielerin durch und er wirft Tony Robinson in die Themse. Der Film ist unabsichtlich ziemlich bizarr. Als Kind kann man sich solche Filme nicht anschauen bis man 15 oder so ist und ins Kino darf.


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Q. Oder deine Eltern kaufen einen Videorekorder, wie es meine niemals taten?

Simon Pegg: Ja, wir bekamen erst 1983 einen, was sehr spät war. Horror war mein Einfluss als ich jünger war, weil das Videozeitalter bedeutete, das man diese Filme kaufen konnte: American Werewolf , Texas Chainsaw , diese angeblich bewusstseinsverändernden Filme. Als ich älter wurde, begann ich Actionfilme zu schauen, obwohl ich diese Filme nie so sehr mochte, weil sie weniger humorvoll waren. The Terminator ist ein großartiger Film, aber Dinge wie Commando und Cobra sind leicht bleiern, wie ein Vorschlaghammer. Es gibt einen Bezug in HOT FUZZ – Zwei Abgewichste Profis, als Danny und Angel in Dannys Wohnung zurück gehen, um etwas zu trinken und sie Cobra Bier trinken.


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Q. Ich dachte, Sie hätten vielleicht einen guten Vertrag mit einem indischen Restaurant?

Simon Pegg: Wir haben tatsächlich gefragt, und wir haben die Freigabe erhalten. Es ist eine sehr listige Anspielung.


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Q. Haben Sie einen Lieblingssatz aus einem der Actionfilme?

Simon Pegg: Es gibt einen Satz aus Commando, als der Typ in einen Dampfkessel geht und sagt: „Er muss Dampf ablassen.“ In Predator gibt es den Satz: „stick around“, was im Englischen sowohl „niederstechen“ als auch „dableiben“ bedeuten kann. Oder „he had to split“, was abhauen oder geteilt werden heißen kann.“Jipii-eia, Wichser” aus Die Hard ist großartig, weil es einfach versucht, nicht schlau zu sein. Es fasst die Rolle wirklich gut zusammen, denke ich. Danny benutzt das Wort in HOT FUZZ – Zwei Abgewichste Profis, weil das Wort „Wichser“ so ein Schlag vor den Kopf ist. Für Actionhelden ist es wichtig, ein humoristisches Element zu haben, einen kurzen Kommentar abzugeben, nachdem sie einen bösen Typen erledigt haben. Das gibt es im Film, als Nick jemanden in die Gefrierkammer steckt und Danny fragt, ob er gesagt hat: „Es ist Zeit für eine Abkühlung.“ Wir haben damit ein wenig im Skript gespielt.


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Q. Der klassische Buddy-Film beginnt mit zwei Männern, die sich nicht besonders mögen. In HOT FUZZ – Zwei Abgewichste Profis sind Sie ein wenig distanziert gegenüber Danny, aber dieser bewundert Sie von Anfang an. War das Absicht oder ist das einfach so entstanden?

Simon Pegg: Wir mochten die Idee, dass Danny annimmt, weil ich aus London komme, ich wie Bruce Willis sein würde und viel Action erlebt habe. Danny bewundert Angel. Wir wollten eine kleine Verschiebung in dieser Dynamik herstellen und eine Lösung war sicherlich die Bewunderung von Anfang an, und durch die totale Zerstörung bringt er Angel dazu, ihn zu schätzen. Danny ist so eine gute Seele, es gibt nichts irreführendes oder berechnendes an ihm, er ist einfach sehr ehrlich und ich glaube, das spricht Angel an, weil er selbst ein sehr ehrlicher Mensch ist. Es ist sehr wichtig, eine Romanze im Zentrum des Films zu haben, und sehr oft bei Filmen, in denen zwei Typen spielen gibt es Hass, aber schließlich würden beide für einander sterben. Man braucht sich nur Lethal Weapon anzuschauen, um Danny Glover zu sehen, wie er Mel Gibson in seinen Armen wiegt und sagt: „Ich halte dich.“ Das ist eine der homo-erotischsten Szenen in allen Filmen, Schwulen-Pornos eingeschlossen. Es ist faszinierend und herrlich. Ich bin sehr fasziniert über die Liebe, die es zwischen heterosexuellen Männern geben kann, es bedingt, dass beide über eine Menge mentale Schwierigkeiten hinwegkommen. Typen können viel füreinander empfinden ohne schwul zu sein...!




Mit freundlicher Genehmigung von:
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