![]() |
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
![]() |
|
|
Themen-Optionen | Ansicht |
|
|
#1 |
|
Gast
Beiträge: n/a
|
Es gibt Lichtblicke beim deutschen Film. Nicht nur Guido Knopps "Große Flucht" behan-delt ein bis dahin ungewohntes Thema, wobei einmal nicht deutsche Verbrechen, sondern deutsches Leid im Mittelpunkt steht. Auch die neue Kinoverfilmung des Romans "So weit die Füße tragen" ist ein Hoffnungsschimmer in der deutschen Medienlandschaft.
Der Stoff ist nicht neu. Bereits 1959 erschien eine sechsteilige Fernsehserie gleichen Namens. Als Vorlage dafür diente damals wie heute der Roman von Josef Martin Bauer. Die Schilderungen eines deutschen Kriegsgefangenen bildeten die Grundlage für diesen Bestseller. Die in den Bavaria Filmstudios gedrehte Großproduktion war in jenen Tagen ein "Straßenfeger" und schrieb ein Stück deutscher Fernsehgeschichte. Auch die neue Kinoverfilmung ist eine durchwegs gelungene Produktion. Im Gegensatz zur Fernsehserie wurde der Kinofilm an Originalschauplätzen gedreht. Das Schicksal hunderttausender deutscher Ostfrontkämpfer bildet die Grundlage für Regisseur Hardy Martins' authentisches Werk. Odyssee eines deutschen Soldaten Oberleutnant Clemens Forell (Bernhard Betterman) verabschiedet sich 1944 vor der Abfahrt an die Ostfront von seiner Familie und verspricht: "Ich komme bis Weihnachten zurück." Nach Kriegsende wird er vor einem sowjetischen Militärgericht wegen angeblicher Verbrechen bei der Partisanenbekämpfung zu 25 Jahren Zwangsarbeit abgeurteilt. In Güterwaggons verladen beginnt für die deutschen Gefangenen eine entsetzliche Tortur ohne Aussicht, je die Heimat wiederzusehen. Wer die Zugfahrt und den darauf folgenden monatelangen Gewaltmarsch überlebt, auf den wartet ein sibirisches Bleibergwerk und früher oder später der Tod durch Bleivergiftung oder Erschöpfung. Auch ohne Zäune und Wachtürme scheint jeder Fluchtversuch aus dem Lager aussichtslos die endlose Weite Sibiriens erstickt jeden Gedanken an ein Entkommen. Wer zusammenbricht, wird erschossen. Willkür und Sadismus der Rotarmisten machen den Verurteilten das tägliche Leben zur Hölle. Doch Forell ist ungebrochen. Er will überleben und er will zurück nach Deutschland, wo seine Familie wartet. Sein erster spontaner Fluchtversuch scheitert. 14208 Kilometer Zwei Jahre später flieht er erneut, diesmal vorbereitet. Der an Krebs erkrankte Lagerarzt Dr. Stauffer (Michael Mendl), der eigentlich selbst fliehen wollte, gibt all seine Planung und sein Material an Forell weiter. Nach monatelanger einsamer Wanderung durch Nordsibirien trifft er auf zwei Goldwäscher und Jäger; er schließt sich ihnen an. Die scheinbar intakte Zweckgemeinschaft scheitert an der Habgier der beiden Glücksritter, Forell wird einen Abgrund hinuntergestoßen. Schwer verletzt wird er von Nomaden aufgenommen und fürsorglich gesundgepflegt. Unterdessen geht die Suche nach dem entflohenen Kriegsgefangenen weiter. Irgendwann wird auch dort der Aufenthalt zu gefährlich und er zieht weiter, zusammen mit einem Schlittenhund, den er als Abschiedsgeschenk bekommen hat. Als Bremser auf einem Güterzug gelangt er bis nahe an die Mongolei. Der Lagerkommandant Kamenev (Anatoly Kotenyov) betrachtet Forells Flucht offenbar als persönliche Herausforderung und lässt bei der Verfolgung nichts unversucht. So kommt es, dass Kamenev Forell auflauert, und sich die beiden gegenüberstehen. In dieser Situation fällt der treue Schlittenhund den Kommandanten an und ermöglicht dem Deutschen so das Entkommen. 1952 nach drei Jahren Flucht dringt er bis nach Zentralasien vor. So wie in der Fernsehserie von 1959 gelingt Forell der entscheidende Ausbruch über die Grenze zum Iran durch die Hilfe eines polnischen Juden, der ihm zu gefälschten Papieren und Ausreiseerlaubnis verhilft. Nach neunjähriger Odyssee (an Weihnachten 1953) kann Clemens Forell seine Familie wieder in die Arme schließen. Ein abschließender Kommentar: Dass ein solcher Film in diesen Zeiten extremer politischer Korrektheit überhaupt entstanden ist, ist außergewöhnlich. Vielleicht deutet sich damit allmählich Licht am Ende des Tunnels an. ![]() Forells Abschied von seiner Familie ![]() Forell nach drei Jahren Flucht. National Zeitung |
|
|
|
|
#2 |
|
Erfahrener Benutzer
Freak
Registriert seit: 02.03.2004
Beiträge: 1.080
|
sauguda film
hab den mit freundin im winter geguggt, is richtig gut, kann ich nur empfehlen .. ist auch nicht son hollywood schinken ala enemy at the gates etc ..zeigt auch paar dinger die man wahrscheinlich in der öffentlichkeit nicht so genannt hätte, nimmt man nur mal das blei in den mienen .. die wagongs in denen die deutschen eingepfercht waren usw, aber der geilste spruch is immernoch, wooodka wir sind gerettet ![]() |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Erfahrener Benutzer
Rul0r
Registriert seit: 21.07.2003
Beiträge: 1.703
|
Jopp! Mal echt wieder ein klasse Film aus Deutschland
![]() Ich hab mir den schon mind. 3 mal angeguggt 8) |
|
|
|
|
|
#4 | |
|
Gast
Beiträge: n/a
|
Zitat:
![]() |
|
|
|
|
#5 |
|
Erfahrener Benutzer
Freak
Registriert seit: 02.03.2004
Beiträge: 1.080
|
götterdämmgerung? den gibts schon lange auf dvd, nur mal so
![]() |
|
|
|
|
|
#6 |
|
Erfahrener Benutzer
Rul0r
Registriert seit: 21.07.2003
Beiträge: 1.703
|
Wie die kommt erst? Den hab ich mir doch schon angesehn und sogar das Buch (der Hauptdarsteller von der Version war am Cover) gelesen o_O
|
|
|
|
|
|
#7 |
|
Gast
Beiträge: n/a
|
Der wird neu verfilmt...oder ist der aktuell im Kino?
|
|
|
|
#8 |
|
Erfahrener Benutzer
Freak
Registriert seit: 02.03.2004
Beiträge: 1.080
|
lol ? der wurde schon lang neu verfilmt, ich hab extra auf die dvd an weihnachten geguggt von wann der is .. ich glaub 02 / 03, aber auf jeden fall gibts den schon, sonst hät ich ihn ja net gesehn? :xmasirre
hier das cover .. ![]() |
|
|
|
|
|
#9 |
|
Gast
Beiträge: n/a
|
:sperm
|
|
|
|
#10 |
|
Erfahrener Benutzer
Freak
Registriert seit: 02.03.2004
Beiträge: 1.080
|
jaja sei beleidigt und schwimm nur davon
![]() der film is echt saugut, leih ihn dir mal aus oder so, vorallem als forell wieder heim kam war richtig traurig, die familie geht an weihnachten inne kirche .. forell guggt in sein haus durchs fenster und versteckt sich, dann sitzen se inner kirche, er kommt zur tür rein und dann kommt die familie so angesprungen etc also ich kann den film wirklich nur empfehlen, der ist weder pro- noch antideutsch, einfach klasse film der auf ner wahren begebenheit beruht, allein deswegen lohnt es sich den anzusehn .. was ein mensch alles durchstehn kann wenn er nur will, unglaublich |
|
|
|
![]() |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Ähnliche Bilder zu So weit die Füße tragen-Lichtblicke beim deutschen Film aus der Gallery | |
|
|
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Robby Müller erhält deutschen Kamerapreis | schlex | Altes Zeug | 0 | 20.01.2008 01:48 |
| Alles auf Zucker ist Favorit beim deutschen Filmpreis | schlex | Altes Zeug | 0 | 20.01.2008 01:29 |
| NBC Universal mit eigenem deutschen TV-Sender | schlex | Altes Zeug | 0 | 19.01.2008 03:54 |
| Auf die Deutschen kommen harte finanzielle Einschnitte zu | schlex | Off Topic Foren | 51 | 22.11.2005 22:07 |
| Programmtipp: Die Nacht der Deutschen Wehrmacht | schlex | Filme, Kino und TV | 7 | 25.01.2004 15:22 |