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Werbeskandal im Marienhof- Konsequenzen bei der ARD?
Schleichwerbung im öffentlich –rechtlichen Fernsehen, undenkbar ? Seit der Skandalsendung von „Marienhof“ nicht mehr, denn da wimmelte es nur so von Werbung aller Art .Laut evangelischen Pressedienst (epd) tauchten wie zufällig alle möglichen Logos von der AOK bis L Tur („Nix wie Weg“, von der Sparkasse bis zu Kinderpatenschaften von World Vision auf. Sogar in Textpassagen wurde raffiniert Werbebotschaft eingepackt, wo ein Drogerieverkäufer ein Schaumbad einer Kundin anpreist und eine farblich dazu passende Flasche Badelotion deutlich sichtbar in die Kamera hält. Bereits vor drei Jahren kam der epd diese Schleichwerbung auf die Spur.
Gerichtsverfahren verhinderten bis jetzt eine Veröffentlichung. Seit Mitte der 90er Jahre hat eine Agentur für 17500 Euro pro gezeigtem Logo verdeckte Werbung verhökert. Vor allem die Produktionsfirma Bavaria Film soll zusätzliche Jahreseinnahmen im unteren sechsstelligen Bereich erzielt haben. Führungskräfte schieben sich nun gegenseitig den schwarzen Peter zu und keiner hat was gewusst. Die ARD –Macher traten rasch die Flucht nach vorne an, da sie und die Dritten die Mehrheitsanteile besitzen und bezeichnen sich las Opfer illegaler Praktiken.
Doch anstatt diese Praktiken wirksam zu unterbinden und zu ahnden, wurden immer neue finanziell lukrative Möglichkeiten ausgelotet. Es wird vermutet das „Marienhof nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Schnelle personelle Konsequenzen blieben bisher aus und keiner will Verantwortung übernehmen, stattdessen wird erstmal gründlich untersucht. Inzwischen hat der Chef des Verbandes Privater Rundfunk- u. Telekommunikation die EU-Kommission informiert, die schon seit langem die mangelnde Kontrolle und Transparenz dieser Sender rügt. Erste Rufe für ein generelles Werbeverbot von ARD und ZDF kamen aus den Reihen der FDP, um einer schleichenden Kommerzialisierung einen Riegel vorzuschieben.
Laut Rundfunkstaatsvertrag ist, …Schleichwerbung absichtlich zu Werbezwecken, besonders gegen Entgelt oder ähnliche Gegenleistung nicht gestattet, wenn ein Produkt nicht wegen der Spielhandlung ins Programm eingebunden wird….! In Zukunft werden auch die Zuschauer etwas genauer hinsehen, besonders wegen der erst vor kurzem erfolgten Gebührenerhöhung.
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