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Alt 14.01.2008, 22:16   #1
Sexy Man
 
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Sinnlose Bomben-Zerstörung von Dresden als Zweiteiler

News vom: 12.03.2006

Der 13.Februar 1945 hat vor 61 Jahren eine schreckliche Bedeutung bekommen und hat bei vielen Betroffenen der sinnlosen Zerstörung Dresdens durch anglo- amerikanische Bomber mit der Verfilmung dieses Grauens wieder alte Wunden aufgerissen. Über Jahrzehnte prägte sich dieses Datum jedem DDR- Bürger ein, welches auf jeden Kalender eingedruckt und durch die Medien immer wieder aufgegriffen wurde, um das Vergessen nicht zuzulassen. Zuviel Unheil und Hass auf beiden Seiten der Front brachte der zweite Weltkrieg mit sich und das Unverständnis der deutschen Bevölkerung für die grausame Vernichtung einer mit Flüchtlingen überfüllten und weltbekannten historischen Kulturstadt kurz vor Kriegsende. Viele Jahrzehnte brauchte Dresden um sich wieder von diesem Schock zu erholen.

Zuletzt der Wiederaufbau der zerbombten Frauenkirche und deren Finanzierung aus internationalen Spendenmitteln ,auch aus ehemaligen Feindesland sollen ein Zeichen der Versöhnung und der Mahnung sein Die Opferzahl unter der Bevölkerung ,der Napalmeinsatz und der Einsatz von Bordwaffen der Tiefflieger ist indes noch heute Streitpunkt der Historiker. Das dieses Thema noch heute aktuell ist , zeigt die Verfilmung des ZDF mit dem Zweiteiler ?Der Feuersturm?.

In der ahnungslosen Stadt herrscht eine gewisse Normalität. An diesem Tag ,dem Faschings-Dienstag versucht man sich am Abend abzulenken und nicht an Krieg zu denken. Man wähnt sich sicher, denn die letzten fünfeinhalb Jahre ist Dresden von größeren Luftangriffen verschont geblieben. Aber inzwischen ist Dresden ins Visier der alliierten Bomberstrategen geraten , nicht nur wegen wichtiger militärischer Ziele. Man wollte auch die Moral und Unterstützungsbereitschaft der Bevölkerung für die Nazis brechen und sich für die Angriffe auf England revanchieren.

Mit mehreren Angriffswellen und ausgeklügelter Taktik sollte die Vernichtung perfektionieret werden. In einem unvorstellbaren Feuersturm, der filmerisch nicht annähernd nachgestellt werden kann ,kamen zwischen 35 000 und 200 000 Menschen qualvoll um. Es gab kein Entrinnen aus der Hölle. Jeder Versuch sich oder andere zu retten , scheiterte an den tausenden explodierenden Splitter- und Stabbrandbomben .Wer nicht unter den Häusern begraben wurde, auf der Straße verbrannte oder im Keller erstickte wurde auf den Elbwiesen ein Opfer des Phosphorregens, der Menschen immer wieder anzündete oder von Tieffliegern mit Bordwaffen erschossen wurde.

Produzent Nico Hofmann versuchte an die Grenzen des Erträglichen zu gehen, als er vor sieben Jahren daran ging , mit der Arbeit ?Dresden? zu beginnen. Als Anti-Kriegs-Drama entwickelt sich der Film vor dem Hintergrund einer Liebesgeschichte zwischen einer Krankenschwester und einem britischen Piloten. Ausschlaggebend war der Versöhnungsgedanke als symbolische Bedeutung für das Filmwerk. Allemal ist der Stoff ein heikles Thema ,da bis heute die Frage um Schuld und Verbrechen zwiespältig diskutiert wird. Drehbuchauto Stefan Kolditz hat versucht aus der Perspektive beider Seiten das Geschehnis zu zeigen und auch die strategischen Erwägungen der Alliierten zu beleuchten. So werden wegen der authentischen Darstellung die Szenen mit der Royal Air Force von Engländern gespielt und auch die Richtigkeit der zeitgeschichtlichen Fakten von Wissenschaftlern und Historikern von beiden Seiten geprüft .auch Zeitzeugen wurden befragt. So wurden zur realistischen Wiedergabe ein Tonband mit den Geräuschen von 200 Flugzeugen , die ihre Bomben abwerfen, aufgenommen und über eine 15000 Watt- Anlage abgespielt. Auch das Feuerset war eine Herausforderung. Die Häuserfassade wurde in Troisdorf auf feuerfesten Platten aufgebaut, die Temperaturen von 3000 Grad aushalten mussten. Mehr als 300 Brandherde hielten das Feuer eine Woche lang in Gang, die Flammen schlugen 6 Meter hoch. Der Gasverbrauch entsprach dem Jahresverbrauch einer ganzen Kleinstadt. An 68 Tagen wurde an Originalschauplätzen gedreht unter Mitwirkung von 1600 Statisten, darunter viele Zeitzeugen. Mit zehn Millionen Euro ist der Film die teuerste deutsche Produktion überhaupt. Chef Nico Hofmann bezeichnet den Film als den wichtigsten seines bisherigen Schaffens. Seine Firma hat mit ?Luftbrücke? und ?die Sturmflut? erst kürzlich zwei spektakuläre Filme abgeliefert. Man erhofft sich bei Interesse aus dem Ausland, insbesondere aus Großbritannien mit der Verfilmung einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten zu können.
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