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Provokanter Polit-Thriller mit Nicolas Cage
News vom: 26.02.2006
In dem neuen Kinofilm ?Lord of War? , (die Waffen eines Mannes) feiert Nicolas Cage seinen Comeback, nachdem seine letzten Filme geflopt waren. Mit dem brandaktuellen Polit- Thriller sorgt er in seiner US- Heimat für viel Ärger und berührt damit ein heißes Eisen. In dem Film wird der ?Amerikanische Traum? vorgelebt ,den der Einwandererjunge Yuri innerhalb von zwanzig Jahren verwirklicht. Im Restaurant seiner Eltern ,wo er als Tellerwischer mithilft , steigt er zum Millionär auf ,allerdings mit kriminellen Methoden. Mit dubiosen Waffengeschäften hat er sich zum mächtigsten Waffenschieber weltweit hochgearbeitet. Auf einmal hat er endlich alles ,wovon er immer geträumt hat ,Geld , eine bildhübsche Vorzeigefrau und Luxus. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere stellt seine Frau ihm ein Ultimatum und auch das FBI ist ihm auf den Fersen. Auch sein schlechtes Gewissen plagt ihn inzwischen.
Mit diesem Konfliktstoff inszeniert Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol (Macher von ?Die TrumanShow?) das Scheinheilige in der amerikanischen Gesellschaft und stellt nicht nur die Schattenseiten eines Emporkömmlings dar. Offizielle Politik in der USA ist die Verfolgung des Terrorismus ,aber gleichzeitig ist sie der größte Waffen-Exporteur und in fragwürdigem internationalen Waffenhandel verwickelt. Ein Zitat aus dem Film ist von Yuri : ?
Damals habe ich nicht an Osama bin Laden verkauft. Nicht aus moralischen Gründen. Er hat die Schecks platzen lassen?. Das ist für den konservativen Teil Amerikas eine starke Schote. Mit einem super spielenden Nicolas Cage, der seine Rolle als Waffenschieber zynisch ,melancholisch und grandios wie lange nicht mehr ausreizte, ist den Filmemachern eine meisterhafte Gratwanderung zwischen Anklage und schwarzem Humor geglückt. Dazu kommt ein tolles Staraufgebot vor und hinter der Kamera und ein Super -Soundtrack, der diesen Streifen zu einem sehenswerten Kinoknaller macht.
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