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ZDFs neues Nachrichtenkonzept greift
News vom: 20.02.2006
Die Probleme der letzten Monate und die daraus resultierenden Veränderungen im Nachrichtenbereich beim ZDF ,personell wie auch konzeptionell, scheinen beseitigt. Die Aktualität und damit schnellere Reaktion auf gesellschaftspolitische Veränderungen weltweit ,aber besonders national, soll damit erhöht werden und den Vorsprung gegenüber anderen Sendern sichern. Das ?heute- journal?-Team will sein Tempo kräftig erhöhen und das mit neuem Studio und mittels Reformen. Der Mainzer Standort des ZDF auf dem Lerchenberg ist mit seiner provinziellen Lage nicht gerade der ,den man sich für eine bedeutende Nachrichten-Redaktion ,die über Ereignisse aus der großen weiten Welt berichtet, vorstellt. Indes ist ein internes Papier an die Presse gelangt, wo mögliche Veränderungen der ZDF- News behandelt werden. So sollen mehr Reportagen vor Ort und live über Ereignisse berichten ,aber auch die Moderatoren sollen in ihrem Auftreten lockerer werden.
Die behandelten Themen im ?heute-Journal? sollen trendiger, ihre Umsetzung einfacher, schneller und übersichtlicher werden ,um damit auch jüngere Zuschauer zu erreichen. Bisher hat aber Chefredakteur Nikolaus Brender ; das an die Presse gelangte Papier nicht bestätigt und gewarnt ;die notwendigen Veränderungen aufhalten zu wollen. Das bisherige Studio stammt aus den 70igern und war für eine Nachrichten -Sendung gedacht ,inzwischen werden zwanzig produziert. So ist es nur verständlich das der ganze Apparat viel zu langsam ,umständlich und personell zu aufwendig arbeitet. Ein neues Studio muss her ,was ab Herbst gebaut und im Frühjahr 2007 für einen zweistelligen Millionenbetrag fertig werden soll.
Dank gestiegener GEZ- Gebühren dürfte die Finanzierung des Projekts wohl gesichert sein. Als Konzept neben der Aktualität und Schnelligkeit sollen vor allem Zusammenhänge verständlich gemacht werden, da durch die neuen und schnelleren global agierenden Medien , unsere Welt übersichtlicher und komplexer wird. Die Redaktion des ZDF -Teams muss sich der Aufgabe stellen ,Fragen zu beantworten ,die sich der Zuschauer stellt.
Durch multifunktionales Arbeiten und Tauschen der Aufgaben im Team ist ein gutes Zusammenspiel und Verständnis der Anforderungen gegeben und ein reibungsloses Arbeiten gesichert. Einerseits fördert das die Diskussionen zum Thema ,fördert aber auch die ? Demokratisierung der Nachrichten ? ,um sich nicht in parteipolitischen Schemata zu verstricken. Die Aufgabe des ?heute- journals? sieht die Redaktion ,gerade bei politisch brisanten Themen, im Beobachten und Analysieren, nicht gestalten. Negative Erfahrungen bei der Bundestagswahl, die Osthoff-Kampagne , und der Veröffentlichung und Verbreitung der Religion verunglimpfenden Karikaturen anderer Medien, mahnen bitter an die öffentliche Verantwortung und Feingefühl ,trotz Pressfreiheit. Bleibt abzuwarten inwieweit die angedachten und begonnenen Veränderungen beim ZDF ihre positive und erhoffte Wirkung zeigen werden.
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